Die hintere Mauer der
Krippe wurde mit Steinen der Weser aus der Nähe von Höxter errichtet.
Die Steine erzählen die reiche Geschichte des Landes:
St. Kilian in Höxter;
Münster Corvay mit seinem herrlichen romanischen Westwerk;
das westliche gelegene Paderborn, mit seinem Dom und der rekonstruierten
Kaiserpfalz, in der sich 799 Karl der Grosse und Papst Leo III. trafen;
die südlich von Paderborn gelegene, im Stil der Weserrenaissance
errichtete Wewelsburg, die in jüngster Zeit Zentrum eines neuen
Heils werden sollte;
das nördlich Paderborns zu findende, national orientierte Hermannsdenkmal;
die mythen-umwobenen Externsteine.
Menschen waren fast seit Anbeginn auf der Suche nach Heilung, nach
dem Heil.
Sie suchten in den Himmelskörpern, an besonderen Orten, in selbst gemachten
Gegenständen, Figuren und Bildern, im Wissen, in Gedankenkonstruktionen,
und - unter vielem anderen - bei Menschen, denen man Heil zurief und
von denen man Heil erwartete.
Auch heute wird Heil auf vielfältigste Weise angeboten.
Aber es gibt noch ein anderes Heil - anscheinend umsonst zu haben
und damit wertlos - denn es ist zunehmend weniger von ihm zu hören:
Das Heil Gottes.
Mitten in die Geschichte und in unsere Zeit hinein: Das Kind in der Krippe - das Heil der Welt.
Guckt mal, hier in diesem Stall, in diesem dreckigen Futtertrog liegt
das Kind, liegt das Heil, ist der Heiland, ist Jesus, ist Gott zu finden.
Und Gottes Wort gibt uns einen Tipp, für den Weg dahin:
Wer Dank opfert, der preiset mich, und
da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes. Psalm 50, Vers 23
Rühmet ihr Menschen, den hohen Namen,
des, der so große Wunder tut!
Alles was Odem hat, rufe Amen
und bringe Lob mit frohem Mut!
Ihr Kinder Gottes, lobt und preist
Vater und Sohn und Heiligen Geist!
Halleluja, halleluja!
Text (Nach Psalm 146): Johann Daniel Herrnschmidt
1714
Lobe den Herren, o meine Seele
Gesangbuch der Evangelisch-methodistischen Kirche, Stuttgart 2002,
Nr. 11
Melodie: Ansbach 1664 / Halle 1774
Midi: http://ingeb.org/hymn_l.html