Die Heimat meiner Vorfahren mütterlicherseits war Ansbach. Meine Großmutter stammte aus der Ansbacher Schreinerfamilie Naeser.
Meine Mutter, geboren 1904 in Würzburg, verbrachte ihre Kinderjahre zunächst in Ansbach.
Wenn am 12. März der Geburtstag des Prinzregenten Luitpold mit Musik und Militärparade gefeiert wurde, hat man meiner Mutter erzählt, das wäre ihr zu Ehren, denn sie hatte ebenfalls am 12. März Geburtstag.
Etwa 1913 zog Mutters Familie nach Elpersdorf; der Vater wollte hier eine Landbäckerei eröffnen. Das Geschäft lief offensichtlich anfangs ganz gut. Meine Mutter musste vor der Schule die umliegenden Dörfer besuchen, um Brot und Brötchen anzubieten.
Am ersten Schultag wurde meine Mutter vom Lehrer gefragt, neben wem sie denn sitzen wolle. Die spontane Antwort: "Neben der mit den Sommersprossen". Das Mädchen mit den Sommersprossen war die "Kolbs-Lina". Ihre Eltern hatten einen Mini-Einödhof westlich von Ansbach.
Aus dieser ersten Begegung entstand eine lebenslange Freundschaft.
Elpersdorf -
Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Laurentius.
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof von Elpersdorf aus gesehen. Rechts - bei der Pappel - der Weiher.
Die Zufahrt ist zu beachten!
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof von Osten
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof von Süden.
Mit frei laufenden Hühnern.
Vom Obstgarten hinter dem Haus ging der Blick weit nach Westen - hinein in das hohenlohische Land.
Der Kamin in der Küche über dem Herd noch wie bei "Max und Moritz".
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof von Süd-Westen - "Winterland" mit dem alten Birnbaum.
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof von Süd-Osten - "Winterland".
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof.
Der Brunnen, meine Mutter im Liegestuhl, wahrscheinlich mit Gedanken an "früher".
Vor dem Haus der Brunnen. Der Hof hatte weder Wasser- noch Stromanschluss.
Als ich ein eigenes Auto hatte, fuhr ich mit Mutter öfter "aufs Land", freuten wir uns am Landleben, tranken mit Lina Kaffee, hatten Gemeinschaft mit ihr.
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof - meine Mutter.
(um 1965)
Elpersdorf -
Linas Hof - Blick Richtung Elpersdorf.
Rechts hinten - wo früher die Felder dufteten, entsteht sukessive ein Industriegebiet.
(um 1965)
Elpersdorf -
Blick über den Weiher Richtung Elpersdorf.
(um 1965)
Elpersdorf -
"meine zwei" - meine Mutter und Lina (links vorne) - goldene Konfirmation.
(Juni 1968)
Elpersdorf -
"meine zwei" - Lina und meine Mutter - goldene Konfirmation.
(Juni 1968)
Elpersdorf -
Mutter - goldene Konfirmation.
(Juni 1968)
Elpersdorf -
Linas Glückwünsche zu Michaels Geburt.
(November 1980)
Elpersdorf -
nach Linas Tod verfiel das Haus. Inzwischen ist es abgeräumt.
(November 2005)
Elpersdorf -
"Tante Lina" - ein Menschenleben.
(November 2005)
Linas Pflug steht heute bei mir im Garten. Mit ihm - eine Kuh vorgespannt - bestellte sie nach dem Krieg ihre Äcker, um damit sich und ihre fünf Kinder zu ernähren.
Die Wagendeichsel von Kolbs großem Leiterwagen hängt außen an meiner "Krippengalerie". Ein Elpersdorfer Dorfschmied hat gekonnt das Bremsgestänge geschmiedet. "1881" drückte er in das Metall.
Die zugeschnittenen Steinchen der Frontseite meiner "Glaubenskrippe" waren einmal zwei Dachziegel von Linas Haus...
So schließt sich der Kreis über Generationen hinweg - über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Elpersdorf -
Linas Pflug.
(Juni 2005)
Elpersdorf -
Die Deichsel mit Bremse von Linas Erntewagen.
Wahrscheinlich noch von ihren Eltern oder Großeltern. "1881" prägte der Dorfschmied ein.
(Juni 2005)
Verschiedenes könnte hier noch mit Bildern erzählt werden.
Und von den schönsten Reisen dieser Zeit gibt es leider ganz wenig Bilder.
Es war einfach eine "photolose" Zeit.
Das änderte sich erst wieder, als ich mir eine Digitalkamera zulegte.